Verdammte Spielsucht

Inhalt

„Verdammte Spielsucht“ ist ein deutscher Dokumentarfilm, der sich intensiv dem Thema Automatenspielsucht widmet.

Der Autor Manfred Uhlig begleitet hier zwei pathologische Glücksspieler und ihre Angehörigen ein halbes Jahr lang. Die Dokumentation zeigt, wie sich die Sucht auf das familiäre Umfeld auswirkt und welche existenziellen Probleme entstehen können. Neben der Darstellung betroffener Personen kommen Spielhallenbetreiber, Angestellte einer staatlichen Spielbank und Hersteller von Geldspielautomaten zu Wort.

Die ARD schreibt:

„Ein Psychologe sagt: Je mehr Spielautomaten es gibt, desto mehr Betroffene gibt es. Das Problem: Spielautomaten gibt es an jeder Ecke, und ihre Zahl ist in den letzten Jahren explodiert: Rund 200.000 stehen in Daddelhallen, Gaststätten und staatlichen Kasinos, rund 50.000 mehr als noch vor sechs Jahren. Ein riskantes Spiel mit der Spielsucht?

Ein halbes Jahr lang hat ein NDR-Team zwei Spielsüchtige und ihre Familien begleitet und wurde dabei Zeuge, wie der Sog der Automaten die Familien immer tiefer in Existenznot brachte. Wer trägt dafür die Verantwortung? Autor Manfred Uhlig fragte nach beim wichtigsten deutschen Hersteller von Glücksspielgeräten, bei einem gewerblichen Automatenbetreiber, bei Verantwortlichen im staatlichen Spielkasino. Eine Antwort hörte er dabei besonders häufig: Schuld sind immer die anderen.“

Kapitel
01: Ehe unter Druck
02: Sucht und Scham
03: Der Spielhallenbetreiber
04: Der Schritt in die Sucht
05: Sauberes Image, traurige Wirklichkeit
06: Ständige Zerreißprobe
07: Der Automatenbauer
08: Die letzte Chance
09: Kasse ohne Limit
10: Freiwilliges Hausverbot
11: Der Gang in die Klinik
12: Rückschläge

Altersempfehlung: Infoprogramm gemäß § 14 JuschG

Kritik:
Dem Film gelingt es, sowohl die Perspektive der Glücksspieler als auch die ihrer Partnerinnen authentisch einzufangen. Durch die relativ lange Drehdauer eines halben Jahres können die Zuschauer*innen verschiedene Phasen der Sucht beobachten. Die Akteur*innen schwanken zwischen Wut, Hoffnung, Trauer und Aktion.

Da beide Spieler „automatensüchtig“ und mittleren Alters sind, widmet sich die Dokumentation ausschließlich dem pathologischen Automatenspiel.

Erscheinungsjahr

2012

Dauer

45 Minuten

Kategorie

Quelle / Autor

Produktion: NDR, Deutschland 2012

Regie & Drehbuch: Manfred Uhlig

Link

www.eduflat.de

Als DVD mit Vorführlizenz: 49 Euro (Lieferzeit 5 bis 6 Werktage)

www.schulfilme-online.de

Als Download mit Vorführlizenz: 49 Euro

Trailer